Erasmus

Die nachfolgenden Ausführungen sind unverbindlich. Sie sollen lediglich der Orientierung und Information dienen.

Aktuelle Informationen

Aktuelle Informationen zum Erasmus+ Programm finden Sie hier.

Erasmus - die Chance für ein Jahr im Ausland

Ein Studienjahr im Ausland bietet viele Chancen: Einmal etwas anderes als die Heimatuni und das eigene Rechtssystem kennenlernen, sich in einer fremden Sprache und einem meist völlig anders organisierten Uni-Leben zurechtfinden ist eine ebenso spannende wie herausfordernde Erfahrung. Und natürlich sind die Erasmus-Studenten fast überall dafür bekannt, nicht gerade die schlechtesten Partys zu feiern...

Um ein Auslandsstudium zu erleichtern, werden im Rahmen des Erasmus+-Programms jedes Jahr von der EU-Kommission Partnerschaften zwischen europäischen Fakultäten gefördert. In diesem Rahmen unterhält die Juristenfakultät mit zahlreichen Fakultäten aus dem europäischen Ausland in fast allen Ländern der EU Partnerschaftsbeziehungen. Im Rahmen dieser Partnerschaften können Studenten unserer Fakultät für ein Studienjahr im Ausland studieren, wobei keine Studiengebühren gezahlt werden müssen. Eventuell erhobene Sozialbeiträge der Gasthochschule sind jedoch - wie in Leipzig auch - zu entrichten.

Anders als bei anderen Programmen gibt es im Erasmus-Programm keinen offiziellen Sprachtest als Kriterium für die Studienplatzvergabe.

Zudem erfolgt eine gewisse finanzielle Förderung durch die Europäische Union, womit aufgrund des Auslandsaufenthaltes entstehende Mehrkosten abgedeckt werden sollen.

Angesprochen sollten sich Studenten fühlen, die gern ein anderes Rechtssystem kennenlernen, ihre Sprachkenntnisse verbessern oder vielleicht eine neue Sprache erlernen wollen. Die Studenten sollten bei Beginn des Auslandsaufenthaltes wenigstens das 4. Semester Rechtswissenschaften erfolgreich absolviert haben, in Leipzig also alle Abschlussklausuren sowie mind. eine Hausarbeit und möglichst schon einen großen Schein vorweisen können. Hilfreich ist es auf jeden Fall, sich schon mit Europarecht und eventuell mit Internationalem Privatrecht beschäftigt zu haben.

Wichtig ist es allerdings zu wissen, dass das Erasmus+-Programm keine Pauschalreisen organisiert. Ein Auslandsaufenthalt ist zu allererst ein echter Test für Verantwortungsbewusstsein und Organisationstalent des Einzelnen - wir können nur den Studienplatz vergeben! Bei allen weiteren Fragen helfen wir natürlich gern im Rahmen unserer eigenen Erfahrungen und derer anderer Studenten, die in den letzten Jahren im Ausland waren. Dennoch ist dafür jeder einzelne Erasmus-Student selbst verantwortlich. Ein Auslandsaufenthalt dokumentiert schließlich Selbständigkeit, und die muss jeder - wie das Wort schon sagt - auch selber entwickeln. Die Rechte und Pflichten des Erasmus-Studenten legt die Erasmus Student Charter (pdf) fest.

Aktive, interessierte und weltoffene Studenten sollten sich davon jedoch nicht abschrecken lassen - ein Erasmus-Aufenthalt ist für sie wie für über hundert begeisterte "Ehemalige" in der Tat die Chance für ein Jahr im Ausland.

Nähere Informationen beinhaltet die "Geht-Raus-Broschüre" (pdf) des Akademischen Auslandsamtes.

Die nachfolgenden Punkte dienen der Hilfestellung für Fragen rund um das Auslandsstudium und seien Ihnen ans Herz gelegt. Bitte beachten Sie aber, dass wir schon mangels Ressourcen und Zuständigkeit keinerlei Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der gegebenen Informationen übernehmen können. Im Zweifel und für verbindliche Aussagen wenden Sie sich daher bitte an die jeweiligen, für die in Frage stehenden Sachmaterien zuständigen Stellen.

Im Interesse der Studierenden bitten wir Sie darum, uns auf etwaige Fehler und Neuerungen via E-Mail an das Erasmus-Büro aufmerksam zu machen. Im Voraus sei Ihnen gedankt!

Der richtige Zeitpunkt für ein Erasmus-Jahr

Im Jurastudium stellt das Erasmusjahr grundsätzlich ein zusätzliches Jahr dar. Im Examen wird vorwiegend deutsches Recht geprüft, dieses lernt man nicht im Ausland. Daher erhält man unter bestimmten Voraussetzungen aber auch 2 zusätzliche Semester für den Freiversuch. Durch das Auslandsjahr werden hauptsächlich zusätzliche Kenntnisse erworben, die nicht Gegenstand des regulären Studiums sind. Anrechnungen sind dennoch an einigen Stellen möglich. Zudem kann das Auslandsjahr bei entsprechender Ausgestaltung für ein späteres LL.M.-Programm an der Fakultät angerechnet werden.

Für das Einlegen des Auslandsjahres gibt es klassisch 2 Zeitpunkte. Sowohl nach dem 4. als auch nach dem 6. Semester kann das Studium gut für die zusätzliche Qualifikation "Auslandsjahr" unterbrochen werden. Nach Rückkehr steigt man dann in den Studienablauf an der Stelle wieder ein, an der die Unterbrechung erfolgte (5. bzw. 7. Semester des Studienplans).

Vorteile des Auslandsjahres nach dem 4. Semester können sein:

  • Anrechnung von Vorlesungen an der Gasthochschule für den Schwerpunkt
  • Fachspezifischer Fremdsprachennachweis
  • Längere Wiedereingewöhnungszeit im Hinblick auf die Examensvorbereitung und das Examen
  • Unterschiedliche Vorlesungszeiten zwischen der Heimat- und der Gasthochschule ermöglichen anrechenbare Praktika zu anderen Zeiten und erhöhen daher die Chance auf "gute Praktika"
  • Gesteigertes Verständnis von Recht aufgrund von Vergleichsmöglichkeiten, anderer Lehrmethoden etc.

Vorteile des Auslandsjahres nach dem 6. Semester können sein:

  • Anrechnung von Vorlesungen an der Gasthochschule für den Schwerpunkt
  • Fachspezifischer Fremdsprachennachweis
  • Besserer Zugang zu fremder Rechtsordnung aufgrund intensiver Kenntnisse des deutschen Rechts
  • Motivationsschub für die anstehende Examensvorbereitung
  • Praktika sind auch hier möglich

Die Erasmusbewerbung

a) Allgemeine Voraussetzungen für einen Erasmus-Studienaufenthalt

Um einen Erasmus-Studienaufenthalt zu absolvieren, sind grundsätzlich folgende Anforderungen zu erfüllen:

  • Immatrikulation an der Universität Leipzig
  • Staatsangehörigkeit bzw. unbefristete Aufenthaltserlaubnis eines Erasmus-Teilnehmerlandes
  • Mindestens 2 abgeschlossene Fachsemester
  • Einhaltung der Förderungsdauer

    • bis zum 1. Staatsexamen maximal 12 Monate (inklusive Erasmus-Praktika)
    • zusätzlich maximal 12 weitere Monate in einem anschließenden Master- oder Promotionsstudium (wiederum inklusive Erasmus-Praktika)

b) Bewerbungsunterlagen

Die reguläre Bewerbung erfolgt stets bis 31.12. für einen Aufenthalt im kommenden akademischen Jahr. Im Anschluss ist noch eine Bewerbung auf Restplätze möglich.

Bitte nutzen Sie für die Bewerbung nicht die Formulare des Akademischen Auslandsamtes, sondern übermitteln Sie uns folgende Angaben und Unterlagen:

  • Bewerbungsschreiben (Motivationsschreiben) an Prof. Dr. Thomas Rauscher

    • Angabe des Wunschziels mit Begründung, worin das Interesse an der gewählten Rechtsordnung besteht
    • Angabe von zwei Alternativzielen

  • Lebenslauf (tabellarisch)

    • Kontaktdaten (Postanschrift, E-Mailadresse, Telefonnummer)
    • Passfoto
    • bisheriger Studienverlauf
    • besuchte Lehrveranstaltungen aus den Rechtsgebieten des Europarechts, Völkerrechts, Internationalen Privatrechts und der Rechtsvergleichung
    • Fremdsprachenkenntnisse
    • Studien/Praktika/nicht-touristische Aufenthalte im Ausland

  • Leistungsnachweise des bisherigen Studiums (Abschlussklausuren, Übungen, Seminare etc.) als Kopie
  • Fremdsprachennachweise (ggf. Abiturzeugnis) als Kopie
  • Praktikanachweise etc. als Kopie

Für die Nachweise genügen einfache Kopien. Aus Kostengründen wird davon ausgegangen, dass Sie auf die Rücksendung Ihrer Unterlagen verzichten. Bitte fügen Sie daher keine Originale oder wertvolle Bindemechanismen bei.

c) unsere Partneruniversitäten

Soweit mehrere Vorlesungssprachen angegeben sind, genügt für einen Erasmus-Aufenthalt die Beherrschung einer der Sprachen. Wenn es sich bei der Sprache nicht um die Landessprache handelt, werden in dieser Sprache regelmäßig keine bzw keine vertieften Veranstaltungen zum nationalen Recht angeboten. Die Veranstaltungen beziehen sich dann zumeist auf internationalprivatrechtliche, rechtsvergleichende, europarechtliche oder völkerrechtliche Themen.

Das angegebene Sprachlevel muss spätestens zu Beginn des Auslandsstudiums erreicht sein. Die Gastuniversität kann einen Nachweis darüber verlangen, bevor die Immatrikulation vorgenommen wird.

Erfahrungsberichte finden Sie auch in der KISS-Datenbank des AAA.

Plätze an anderen Universitäten (in anderen Ländern) können über die Juristenfakultät NICHT vergeben werden. Es sei aber auf die Universitätspartnerschaften hingewiesen. Zuständig dafür ist das Akademische Auslandsamt der Universität.

Restplätze können ab Februar auch an fakultätsfremde Studenten der Universität Leipzig vergeben werden. Sie können formal den Austauschplatz der Juristenfakultät nutzen, soweit wir diese nicht mit Jurastudenten besetzen. Voraussetzung ist eine Bewerbung entsprechend den unter 5.b genannten Anforderungen.

Beachtet werden muss, dass die Erasmusvereinbarung zwischen den juristischen Fakultäten besteht. Soweit Sie Kurse an anderen Fakultäten besuchen wollen, müssen Sie dies mit den Fakultäten im Gastland im Vorfeld abstimmen. Häufig wird der Zugang zu den Veranstaltungen auch bei fehlender Erasmusvereinbarung mit der konkreten Fakultät geöffnet, ein Anspruch darauf besteht jedoch nicht.

Studienort Land Vorlesungssprache Erfahrungsberichte
Alicante Spanien Spanisch (B1) 2004 - 2007 - 2016
Basel Schweiz Deutsch 2002 - 2015
Bologna Italien Italienisch (A2) 2007 - 2015
Bratislava Slowakei Slowakisch (B2)/Englisch (B2)  
Budapest Ungarn Ungarisch (B2)/Englisch (B2) 2004
Cergy Pontoise Frankreich Französisch (B2) 2005 - 2006 - 2013 - 2015
Elche Spanien Spanisch (A2)  
Fribourg Schweiz Deutsch/Französisch (B1) 2002
Galway Irland Englisch (B2) 2016
Groningen Niederlande Niederländisch (B2)/Englisch (B2) 2002 - 2005 - 2006 - 2007/1 - 2007/2 - 2008 - 2011 - 2013
Istanbul Türkei Türkisch (B2)  
Kattowice Polen Polnisch (B2)/Englisch (B2)  
Leuven Belgien Niederländisch/Englisch (B1)  
Lissabon (Cathólica) Portugal Portugiesisch (B2)/Englisch (B2) 2011
Lissabon (Classica) Portugal Portugiesisch (B1)/Englisch (B2)  
Ljubljana Slowenien Slowenisch/Englisch (B2)  
Madrid Spanien Spanisch (B1) 2002/1 - 2002/2 - 2016
Nova Gorica Slowenien Slowenisch (B2)  
Olomouc Tschechien Tschechisch (B2)/Englisch (B2)  
Oslo Norwegen Norwegisch (C1)/Englisch (B2) 2006 - 2009 - 2011/1 - 2011/2 - 2016
Padova Italien Italienisch (A2) 2006
Prag Tschechien Tschechisch (B2)/Englisch (B2)  
Rouen Frankreich Französisch (B2) 2005 - 2011 - 2015
Salzburg Österreich Deutsch  
Sevilla Spanien Spanisch (B2) 2004 - 2005 - 2006/1 - 2006/2 - 2007
Sofia Bulgarien Bulgarisch (B1)  
Split Kroatien Englisch (B1)  
Teneriffa Spanien Spanisch (A2) 2004 - 2006
Thessaloniki Griechenland Griechisch (B2)/Englisch (B2)/Deutsch  
Turku Finnland Finnisch (B2)/Englisch (B2) 2002/1 - 2002/2 - 2006 - 2007
Valladolid Spanien Spanisch (B1) 2004 - 2009
Vigo Spanien Spanisch (B1)  
Vilnius Litauen Litauisch/Englisch (B2) 2008
Warschau Polen Polnisch (B2)/Englisch (B2) 2013

Nach erfolgreicher Bewerbung

a) Urlaubssemester / Befreiung vom Semesterbeitrag

Während des gesamten Auslandsaufenthalts muss der Erasmus-Student an der Universität Leipzig eingeschrieben sein, d.h. eine Exmatrikulation darf nicht erfolgen.

Für die Zeit des Studienaufenthaltes im Ausland können zwei Urlaubssemester (externer Link) beantragt werden.

Für die Zeit der Beurlaubung kann mit einem zusätzlichen Antrag (pdf) eine Befreiung von der Beitragspflicht an das Studentenwerk (Semesterbeitrag) beantragt werden. Die Befreiung richtet sich nach § 3 der Beitragsordnung des Studentenwerks Leipzig (pdf) in der Fassung vom 11.4.2014. Die Befreiung ist für beurlaubte Studenten möglich, wenn:

  • nachgewiesen werden kann, dass für die gesamte Semesterdauer kein Aufenthalt in Leipzig vorliegt und daher die Leistungen des Studentenwerks nicht in Anspruch genommen werden.
  • der Antrag auf Befreiung spätestens 4 Wochen vor Ablauf des vorhergehenden Semesters gestellt wird.
  • dem Antrag eine Bestätigung der Institution oder Stelle an der man sich aufhalten wird beigefügt wird

    • bei Auslandsaufenthalt Bestätigung aus dem Ausland über den dortigen Aufenthalt
    • bei Praktikum in Deutschland außerhalb von Leipzig zB im Anschluss an das Auslandsstudium Bestätigung der Praktikumsstelle

Zuständig für verbindliche Antworten und weitere Fragen ist entweder die Universität (Beurlaubung) oder das Studentenwerk (Befreiung Semesterbeitrag).

b) Sprachtest

Da die Beherrschung der Unterrichtssprache Voraussetzung für ein Studium ist, wird ab dem Wintersemester 2014/2015 von der EU ein online Pflichteinstufungstest eingeführt. Dieser ist im Vorfeld des Auslandsaufenthalts abzulegen. Dennoch wird berücksichtigt, dass das Auslandsstudium gerade auch dem Erlernen der Sprache dient. Der Test ist daher nicht entscheidendes Nominierungskriterium; er erfolgt erst im Anschluss an die Nominierung. Um den Erfolg hinsichtlich der Sprachkenntnisse zu beurteilen, soll im Anschluss an das Auslandsjahr ein fakultativer Sprachtest abgelegt werden.

c) Online-Registrierung

Im Vorfeld des Auslandsaufenthalts ist eine Online-Registrierung erforderlich. Diese kann bereits nach erfolgreicher Nominierung erfolgen. Den genauen Link zur Online-Maske erhalten alle nominierten Erasmusstudenten im Juli vom Erasmus-Büro per Email zugesandt. Die Online-Registrierung stellt gleichzeitig den Antrag auf Studienförderung dar. Nach der Registrierung wird automatisch eine Zusammenfassung erstellt, die ausgedruckt werden muss. Das vom Studenten unterschriebene Exemplar ist im Original an das Erasmus-Büro zu senden. Nach entsprechender Unterzeichnung wird es von uns an das Akademische Auslandsamt weitergeleitet. Mit dem Abschluss der Online-Registrierung werden die Allgemeinen Bedingungen für das Erasmus-Programm (Studium) (pdf) anerkannt. Diese sollten Sie unbedingt beachten.

d) Erasmus-Förderungsvereinbarung

Mit dem Akademischen Auslandsamt schließt der Teilnehmer eine "Vereinbarung über eine Erasmus+ Förderung der EU für einen Auslandsaufenthalt zu Studienzwecken" ab.

Während des Erasmus-Jahres

a) Informationen über das ECTS-System

Für den Erhalt von ECTS-credits ist die Teilnahme an einem in einem laut Learning Agreement festgelegten Kurs und die erfolgreiche Absolvierung einer individuellen, vom jeweiligen Kursleiter festgelegten Leistungsüberprüfung erforderlich. Taugliche Leistungsüberprüfungen sind z.B. Semesterabschlussklausuren, wissenschaftliche Studienarbeiten, mündliche Prüfungen und/oder Vorträge in der Lehrveranstaltung. Die bloße Teilnahme an einer Lehrveranstaltung genügt daher für den Erhalt von ECTS-Punkten nicht.

b) Dokumentation des Erasmus-Jahres

Das Erasmus-Jahr wird durch mehrere Formulare dokumentiert. Sie sind online hier verfügbar oder können in Form der Sammlung "Wegzehrung" heruntergeladen werden.

Alle Unterlagen müssen vollständig ausgefüllt und unterschrieben sein. Soweit allein die Einreichung als Kopie genügt, so bewahren Sie das Original sorgfältig auf. Unter Umständen benötigen Sie es später bei anderen Stellen als Nachweis.

Elektronisch sind sämtliche Dokumente verfügbar unter: www.uni-leipzig.de/erasmus/out.

c) Erasmus-Studienförderung - Stipendium

Zuständig für Fragen rund um die Erasmus-Studienförderung ist das Akademische Auslandsamt.

Ab dem Wintersemester 2014/2015 erfolgt eine differenzierte Förderung nach Zielland. Nähere Informationen finden Sie unter: www.uni-leipzig.de/erasmus/out.

d) Learning Agreement

Vor dem Auslandsaufenthalt muss grundsätzlich eine Studienvereinbarung (Learning Agreement) abgeschlossen werden, in der angegeben wird, welche Kurse in welchem Umfang belegt und wie viele ECTS-credits dafür voraussichtlich erlangt werden. Pro Semester sind mindestens 30 ECTS-credits zu belegen, später zu erbringen (siehe 7. a) und im Transcript of Records nachzuweisen (davon für den Erhalt des Freiversuchs 10 ECTS-credits in juristischen Kernfächern).

Bei einem Auslandsaufenthalt über zwei Semester kann ein Learning Agreement für das gesamte Jahr oder jeweils ein eigenständiges für ein Semester abgeschlossen werden. Das Learning Agreement kann verändert werden.

Bei noch nicht aktualisiertem Vorlesungsverzeichnis orientieren Sie sich bitte an den vorhergehenden Verzeichnissen an der Gastuniversität; eine Änderung bleibt möglich.

Das Learning Agreement wird zwischen dem Erasmus-Studenten, dem Erasmus-Koordinator der Juristenfakultät und der Gastfakultät geschlossen und unterzeichnet. Anschließend muss das Dokument dem Akademischen Auslandsamt zugeschickt werden. Folgende Verfahrensweise hat sich bewährt:

  • Ausfüllen und Unterschreiben durch den Studenten. Die Veranstaltungen wählen Sie entsprechend dem (ggf. noch nicht aktualisierten) Vorlesungsverzeichnis Ihrer Gastuniversität.
  • Unterschrift des Erasmus-Koordinators an der Gastfakultät
  • Zusendung des Learning Agreement via Post (Original), Fax oder E-Mail (Scan) an das Erasmus-Büro
  • Unterschrift durch den Erasmus-Koordinator der Juristenfakultät
  • Weiterleitung an das Akademische Auslandsamt (durch das Erasmus-Büro)

e) Transcript of Records

Mit dem Transcript of Records werden am Ende des Auslandsstudiums alle erfolgreich belegten Kurse einschließlich der erzielten Noten bescheinigt. Es stellt damit das Gesamtzeugnis dar. Es muss in Kopie beim Akademischen Auslandsamt vorgelegt werden. Zudem ist es der Nachweis für die erfolgreiche Absolvierung eines Auslandsstudiums. Es ist als Dokument daher gut aufzubewahren. Sie werden es später überall dort benötigen, wo Sie Ihre Auslandsleistungen vorweisen sollen (zB bei der Anmeldung zum Ersten Staatsexamen) bzw. wollen (Bewerbungen).

Nach dem Auslandsaufenthalt

Nach dem Auslandsaufenthalt ist ein Erasmus-Erfahrungsbericht als Online Fragebogen auf den Seiten des Akademischen Auslandsamts und als schriftlicher Bericht für die Juristenfakultät anzufertigen. Letzteren senden Sie bitte als .doc-Datei (oä) an das Erasmus-Büro.

Informationen zum Freiversuch

a) Freiversuch für staatliche Pflichtfachprüfung, § 29 SächsJAPO

Für Informationen zum Freiversuch sei auf § 29 SächsJAPO und das Informationsblatt des LJPA (externer Link) in der jeweils geltenden Fassung verwiesen.

Sollten Sie noch Fragen haben, steht Ihnen das Landesjustizprüfungsamt, Hospitalstraße 7, D-01097 Dresden, für Fragen bezüglich der staatlichen Pflichtfachprüfung zur Verfügung (Tel. +49 351 564-1971 sowie -1961).

b) Freiversuch für universitäre Schwerpunktprüfung, § 26 PrüfO

Für den Freiversuch der universitären Schwerpunktbereichsprüfung gilt § 29 SächsJAPO in der jeweils geltenden Fassung entsprechend.

Anerkennung von im Ausland erbrachten Leistungen

a) Pflichtfachstudium

Eine Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen für die staatliche Pflichtfachprüfung ist auf Antrag nach § 18 Absatz 4 SächsJAPO beim LJPA möglich, sofern sie gleichwertig sind. Erfolgt eine Anerkennung von Studienleistungen, dann wird das Semester des Auslandsstudiums, in dem die Leistung erbracht wurde, auf die Regelstudienzeit angerechnet. Für den Freiversuch stellen die Auslandssemester keine zusätzlichen Semester dar.

Eine Anerkennung ohne Anrechnung des Auslandssemesters auf die Regelstudienzeit ist ausnahmsweise möglich bei

  • einem fachspezifischer Fremdsprachennachweis
  • einem Leistungsnachweis im deutschen Recht

wenn dieser zusätzlich zu den 10 ECTS-credits in den juristischen Kernfächern erbracht wird.

b) Universitärer Schwerpunktbereich

Soweit eine Nichtanrechnung der Auslandssemester für den Staatliche Pflichtfachprüfung erfolgen soll, können nur solche Leistungen im der Universitären Schwerpunktbereich anerkannt werden, die zusätzlich zu den 10 ECTS für den staatlichen Freiversuch erbracht werden.

Pflichtfächer: Die Teilnahme an einer gleichwertigen Lehrveranstaltung an einer anderen (ausländischen) Universität kann durch den Schwerpunktbereichskoordinierenden anerkannt werden. Der Student hat die Gleichwertigkeit und die regelmäßige Teilnahme durch Vorlage entsprechender Beschreibungen und Bescheinigungen glaubhaft zu machen. Die Anerkennung erfolgt durch die Gegenzeichnung des Schwerpunktbereichkoordinierenden auf dem Belegbogen. Es wird empfohlen mit dem jeweiligen Schwerpunktbereichskoordinator im Vorfeld abzustimmen, ob Gleichwertigkeit vorliegt. Von der Anrechnung der Pflichtfächer wird abgeraten, da die Pflichtfächer maßgeblich für den Stoffumfang der Schwerpunktbereichsklausur sind.

Wahlfächer: Die Teilnahme an einer gleichwertigen Lehrveranstaltung an einer anderen (ausländischen) Universität kann durch den Schwerpunktbereichskoordinierenden anerkannt werden. Der Student hat die Gleichwertigkeit und die regelmäßige Teilnahme durch Vorlage entsprechender Beschreibungen und Bescheinigungen glaubhaft zu machen. Die Anerkennung erfolgt durch die Gegenzeichnung des Schwerpunktbereichkoordinierenden auf dem Belegbogen. Es wird empfohlen mit dem jeweiligen Schwerpunktbereichskoordinator im Vorfeld abzustimmen, ob Gleichwertigkeit vorliegt.

Zulassungsseminar: (vgl. § 20 Abs 2 S 1 Nr 7, §§ 21, 2, 15 Abs 4 PrüfO): Eine Anerkennung von einer im Ausland erbrachten, mit dem Zulassungsseminar in Leipzig vergleichbaren Leistung kann durch den Prüfungsausschuss erfolgen. Für die Anerkennung eines Zulassungsseminars ist die bloße Teilnahme an einem Seminar nicht ausreichend. Es muss eine gleichwertige Leistungsüberprüfung (Seminararbeit sowie Seminarvortrag) bestanden werden.

Schwerpunktbereichsprüfung: Die Leistungen in der Schwerpunktbereichsprüfung (Klausur und Prüfungsseminar) sind in Leipzig zu erbringen. Eine Anerkennung scheidet aus.

c) Masterprogramme der Fakultät

Die Juristenfakultät bietet die Studiengänge "Europäischer Privatrechtsverkehr" und "Recht der Europäischen Integration" als Masterprogramme an, die nach dem Ersten Staatsexamen zu einem LL.M. führen. Wird beabsichtigt in Zukunft eines dieser Programme zu belegen, so können die in diesem Studium erforderlichen Semester im Ausland bereits während des Erasmusjahres im grundständigen Studium erbracht werden. Es ist darauf zu achten, dass die gewählten Kurse den geforderten Modulen des in Aussicht genommenen Masterprogramms entsprechen. Eine Abstimmung der Kurswahl kann mit dem jeweiligen Verantwortlichen für das entsprechende Masterprogramm getroffen werden. Es besteht auch die Möglichkeit sich die Übereinstimmung der gewählten Kurse im Ausland mit den Modulen und die Anerkennungsfähigkeit der Veranstaltungen für das Masterprogramm im Vorhinein vom jeweiligen Masterverantwortlichen bescheinigen zu lassen.

FAQ

Weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auf der Webseite des Akademischen Auslandsamtes.

letzte Änderung: 10.08.2017

Kontaktinformationen

Erasmus:

Sophia Fritzsch

Erasmus im Ausland (outgoing)

Alina Bernhardt

Erasmus in Leipzig (incoming)

Friederike Scholz

Erasmus-Sprechstunde:

Mi, 15:00 - 17:00 Uhr
Raum 4.33

Telefon:

+49 341 - 97 35 108

Postadresse:

Universität Leipzig
Juristenfakultät
Prof. Dr. Thomas Rauscher
z.Hd. Erasmus-Büro
Burgstr. 27
D-04109 Leipzig